Kulturelle Bildung

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Theater in der Schule

Zwischen normativen Bildungserwartungen und subjektiven Bedeutungen aktiver Theatererfahrungen

München 2018, 272 Seiten
ISBN 978-3-86736-415-7
19,80 EUR
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Produktbeschreibung

Theater ist, wenn A B spielt und C zuschaut – so definiert es Eric Bentley. Doch wie gestaltet sich das Verhältnis von A B und C im Rahmen theatralen Schaffens in der Schule? Wie ist das Spannungsfeld von Erwartungen an und Bedeutungen von aktiven Theatererfahrungen zu fassen? Die Studie rekonstruiert zunächst die normativen Bildungserwartungen an Theater in der Schule im historischen Verlauf und analysiert diese in ihrer aktuellen politischen Dimension z.B. durch eine hermeneutische Analyse der Fachpräambel. In einem zweiten Forschungsschritt werden im Rahmen einer qualitativen Untersuchung die subjektiven Bedeutungen von aktiven Theatererfahrungen in der Institution Schule retrospektiv erforscht. Durch ein konsequent induktives Vorgehen werden Bedeutungslogiken sicht- und benennbar. Diese werden abschließend den aktuellen normativen Bildungserwartungen an das Theater in der Schule gegenübergestellt. Daraus lassen sich wegweisende Erkenntnisse für die weitere curriculare Ausgestaltung von Theater in Schule und auch die damit verbundene Lehrerbildung ableiten.
 

Inhaltsverzeichnis

Teil I

1 Einleitung


Leitende Forschungsfragen

Aufbau des ersten – historisch-theoretischen – Teils

Aufbau der empirischen Studie: subjektive Bedeutung aktiver Theatererfahrungen

1.1 Theater in der Schule als Untersuchungsgegenstand –
Einbettung in den aktuellen Forschungskontext


2 Historischer Abriss des Schultheaters

2.1 Das geistliche und weltliche Theater der Neuzeit

2.2 Das Schultheater vom 15. bis 18. Jahrhundert

2.3 Das konfessionelle Schultheater

2.4 Das protestantische Schultheater

2.5 Das jesuitische Schultheater

2.6 Einschub I: Johann Amos Comenius

2.7 Einschub II: Schultheater in der Mädchenbildung

2.8 Das Theater außerhalb der Schule – die Entdeckung eines Mediums im 18. Jahrhundert

2.9 Der Beginn der reformpädagogischen Bewegung und deren Einfluss auf die Entwicklung des Schultheaters

2.10 Das Schultheater im 20. Jahrhundert

2.11 Von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik

2.12 Theater in der Schule 1933−1945

2.13 Theater in der Schule nach 1945 bis zu Beginn der 1950er Jahre

2.14 Der weitere Fortgang des Darstellenden Spiels in den 1950er und 1960er Jahren

2.15 Darstellendes Spiel in der Schule – Anfang der 1970er bis Mitte der 1990er Jahre

2.16 Die Entwicklung des Darstellenden Spiels in den 1980er und 1990er Jahren

2.17 Die Historie des Theaters in der Schule im Überblick


3 Aktuelle Situation des Theaters in der Schule

3.1 Terminologie

3.2 Aktuelle strukturelle Formen und verwendete Termini von Theater in der Schule

3.3 Die aktuellen Lehrpläne im Vergleich

3.4 Analyse und Diskussion der Lehrpläne

3.5 Hermeneutische Analyse der Fachpräambel Darstellendes Spiel

3.6 Zusammenfassung der hermeneutischen Analyse der Fachpräambel


Teil II

1 Qualitative empirische Studie


1.1 Einbettung in den aktuellen Forschungskontext

1.2 Methodologische Verortung – Grounded Theory

1.3 Darlegung des Forschungsverlaufs

1.4 Methodisches Vorgehen

1.5 Erhebungsmethode – das narrative Interview

1.6 Auswahl des Samplings


2 Interviewpartner

2.1 Tabellarische Übersicht der Interviewpartner

2.2 Kurzbiographien der Interviewpartner

2.3 Kodierung


3 Raumbezüge im Kontext der Forschungsarbeit


4 Einstieg in das Theaterspiel

4.1 Jonas
4.2 Anke
4.3 Silke
4.4 Linda
4.5 Charlotte
4.6 Nele
4.7 Jan
4.8 Saskia
4.9 Philipp
4.10 Luisa
4.11 Anna


5 Typen- bzw. Formenbildung aus dem Material: Einstieg in das Theaterspiel

5.1 Typ 1: „Komm, mach mit!“

5.2 Typ 2: „Ich will dazugehören!“

5.3 Typ 3: „Das will ich auch!“

5.4 Typ 4: „Das gehört dazu!“

5.5 Typ 5: „Theater find’ ich toll!“


6 Bedeutung von Bezugspersonen für die Befragten hinsichtlich des Theaters in der Schule

6.1 Externalisiertes Selbstvertrauen

6.2 Feinanalyse des Materials


7 Analyse und Typisierung der Ergebnisse: Bedeutung von Bezugspersonen für die Befragten hinsichtlich des Theaters in der Schule

7.1 Typ 1: „Wenn du glaubst, dass ich es kann, glaub ich es auch!“

7.2 Typ 2: „Nicht ich, du hast es geschafft!“

7.3 Typ 3: „Sag mir immer wieder, was ich kann!“


8 Bedeutung des Theaterspiels für die Eigenwahrnehmung der Person

8.1 Jonas I
8.2 Silke I
8.3 Anna
8.4 Jana
8.5 Jan
8.6 Linda
8.7 Charlotte I
8.8 Saskia
8.9 Nele
8.10 Luisa
8.11 Philipp I
8.12 Jennifer I


9 Dimensionen der Bedeutung des Theaterspiels für die Eigenwahrnehmung der Person

9.1 Anerkennung des Theaters als eigener Raum

9.2 Umgang mit Marginalisierung im sozialen Raum der Schule/Peergroup

9.3 Theater als Schonraum zur Selbsterprobung

9.4 Physische Aspekte des Theaterspielens

9.5 Zusammenfassung Dimensionen der Bedeutung des Theaterspiels für die Eigenwahrnehmung der Person


10 Resümee und Theoretisierung auf Basis des gesamten Forschungsteils

10.1 Ausgangssituation

10.2 Zentrales Element

10.3 Erster Forschungsabschnitt: Einstieg Theaterspiel

10.4 Zweiter Forschungsabschnitt: Vertrauen der Bezugsperson als Prozess
der Externalisierung von Selbstvertrauen

10.5 Dritter Forschungsabschnitt: Bedeutung des Theaterspiels für die Eigenwahrnehmung der Person

10.6 Theoretische Rückbindung des entworfenen Modells


11 Diskussion der Ergebnisse

11.1 Gegenüberstellung der normativen Bildungserwartungen und der subjektiven Bedeutungen von Theater in der Schule


12 Fazit

12.1 Ausblick


Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Anhang