Kunstpädagogik

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Die Kunst muss die Zukunft auch riskieren!

Ãśber die fortwährende Ankündigung disruptiver Kunst

München 2022, 90 Seiten
ISBN 978-3-96848-055-8
12,00 EUR
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Produktbeschreibung

„Erst wenn wir die historistische Durchdringung der Moderne als den Modus unserer Zeit erkennen, können wir wieder anfangen, über die Möglichkeit von Kunst zu sprechen. Bis dahin betreiben wir alle eine Kunstverwertung und ein Kunstgewerbe, dies gilt gerade auch für die Kunstpädagogik.“ Diese zentrale Aussage fundiert Michael Hofstetters Essay am musealen Umgang mit Joseph Beuys und anderen Künstler*innen. Pointiert führt der Autor aus, warum das Revolutionäre der Moderne zur Pose, ihre Gegenwärtigkeit zum Historismus und das Kunstwerk zum Image verkommen ist. Aber er zeigt auch – das unterscheidet ihn von vielen anderen Kritiker*innen der Moderne –, wie die Kunst in ihrer medialen und historistischen Verfügung ihre Autonomie zurückbekommt und unverfügbar und utopisch bleiben kann.

Es sind die provokativen Thesen mit ihren Werkbeispielen, die die Schrift den anspruchsvollen Kunstlehrenden empfehlen.
Clemens Grünberg, KUNST+UNTERRICHT 461 • 462 | 2022

(W)er Freude an der Reflexion und an streitbaren Auseinandersetzungen über (bildende) Kunst und ihre mögliche Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung hat, kommt mit diesem Buch auf seine Kosten. Interessant ist es auch deshalb, weil der dem Buch zugrunde liegende Vortrag im Rahmen eines Abschieds eines Professors der Kunstpädagogik gehalten wurde, aber ohne eine einzige Erwähnung des Begriffs der Bildung auskommt. Möglicherweise ist auch dies eine programmatische Positionierung im kunstpädagogischen Diskurs, ob sich dieser nämlich eher an Pädagogik oder an der Kunst zu orientieren habe.
Max Fuchs (Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 178, III/2022)
 

Inhaltsverzeichnis

I. Die geschichtslose Moderne und ihr Tod durch die Vergeschichtlichung

II. Die Vereinnahmung der Moderne durch ihre Rezeption

III. Joseph Beuys: Kritiker der Moderne und Opfer des Historismus

IV. Die Fotografie als Totengräber einer selbstreflexiven emanzipatorischen Kunst

V. Ware in revolutionärer Verpackung: die Krise der bildenden Kunst

VI. Ein kritischer Umgang mit der Moderne ohne Historismus-Krücke

VII. Geschichte weder ausradieren noch kanonisieren – Kunst als „produktiver Grenzverkehr“