Zeitschrift merz | Einzelhefte

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Produktbeschreibung

Um sich in ihrer Welt zurechtzufinden halten Menschen Ausschau nach Beispielen von Personen, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind oder waren wie sie selbst, nach Situationen, die ihrer eigenen aktuellen Situation vergleichbar sind, sowie nach Handlungsmöglichkeiten für unterschiedliche edürfnislagen. Seit dem 18. Jahrhundert wird dieses Vorgehen als „sich orientieren“ beschrieben.
Da die Medien einen breiten Fundus an derartigen Angeboten vorhalten, werden sie oft als Orientierungsquelle herangezogen. Dass sie dabei insbesondere für Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle spielen, ist wissenschaftlich gut belegt (vgl. z. B. Theunert/Gebel 2000, Paus-Haase 1998). Die Bedeutung der Medien als Orientierungsinstanz und die damit verbundenen Möglichkeiten wurden von der Medienindustrie bald erkannt und (auch) für eigene Zwecke genutzt.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei heute auch dem sogenannten Social Web zu. Aufgrund der vielen persönlichen Daten, die die Nutzerinnen und Nutzer hier zum Teil freiwillig, zum Teil weil sie von den Anbietern dazu genötigt werden (bspw. weil die Angebote sonst nicht genutzt werden können) hinterlassen, ist es möglich, diese mit personalisierten, das heiÃźt, auf ihr persönliches Profil zugeschnittenen Angeboten zu bedienen. Ob sie das auch wollen, steht dabei nicht zur Debatte. Dies kann auch als Manipulation bezeichnet werden.
(Aus dem Editorial)
 

Inhaltsverzeichnis

aktuell


thema
Orientierung in einer komplexen Welt

Sich orientieren oder orientiert
werden?

Editorial

Orientierung durch Medien
Friedrich Krotz

Orientierung als zentrales Moment kritischer Medienpädagogik
Guido Bröckling

Handlungsmöglichkeiten und Herausforderungen für Jugendliche auf sozialen Netzwerkplattformen
Nadine Tournier

„#notheidisgirl, weil ...“
Digitale Protest-Artikulationen gegen die Castingshow Germany’s next Topmodel
Miriam Stehling

„Das GEHEIMNIS meines ERFOLGES“
Orientierungspotenzial von YouTube-Stars
Christa Gebel, Andreas Oberlinner

YouTube als Orientierungsquelle im Alltag von Kindern zwischen sechs und 13 Jahren
Michael Gurt

LiFE is HEART – ein Werkstattbericht
„Fernsehen – den ScheiÃź gibt es immer noch?“ (Moe Szyslak)
Ilona Herbert, Martin Noweck


spektrum

„Kein Opfer zu groÃźâ€ť
Der Realismus aktueller Kriegsspiele wirft alte Fragen neu auf
Stefan Piasecki

#NoHateNoFake – ein Medienkompetenz-Projekt gegenHass und Manipulation im Netz
Praxisbericht über Herausforderungen und Erkenntnisse
Thomas Rakebrand, Romy Nitzsche

Der Bildschirm als „Beinahe-Akteur“
Christina Schachtner


medienreport

Psychospiele im Klassenraum
Ein psychologisches Kammerspiel über Gedanken, Sorgen und Ängste
Elisa Eberle

Die re:publica – am digitalen Puls?
Ulrich Tausend

eKidz.eu – „Kind+iPad+eKidz.eu = Lesenlernen macht SpaÃź!“
Daphne Schubert

Wer hat Urheberrecht?
Online-Unterrichtsmaterial zu Film, Urheberrecht und Co.
Elisa Eberle


publikationen
kurz notiert

impressum

service

kolumne
Okay, Google?

Dietmar Kammerer