Kindheit, Jugend und Medien

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„Wer auf dem Handy kein gratis Internet hat, ist tot!“

Zur Relevanz des Smartphones für Kinder an der Schwelle zum Jugendalter

München 2019 (Dezember), 160 Seiten
ISBN 978-3-86736-562-8
16,80 EUR
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Produktbeschreibung

Smartphones sind zum festen Bestandteil des Alltags geworden. Auch für Kinder. Diskurse über Sinn oder Unsinn des kindlichen Smartphone-Gebrauchs, über Vorteile und Risiken, sind geprägt von erwachsenen, oft normativ gefärbten Perspektiven. Kinder selbst kommen dabei kaum je zu Wort. Doch wie erleben sie – als kompetente Akteur*innen – eigentlich das Gerät? Diese Frage sucht die vorliegende Studie zu beantworten. Die Untersuchung knüpft an verschiedene sozialwissenschaftliche Diskussionszusammenhänge an und rekonstruiert – mithilfe offener Gruppendiskussionen und einer Auswertung mit der Dokumentarischen Methode – die Bedeutungen, die Kinder zwischen 10 und 12 Jahren dem Smartphone zuschreiben. Daraus ergibt sich ein vielschichtiges Bild: Zentral für die Kinder scheint die Relevanz des Geräts als Gegenstand zur Thematisierung der Eltern-Kind-Beziehung und der generationalen Ordnung. Ebenso dokumentieren sich verschiedene Aspekte von Autonomie und sozialer Teilhabe, die sie im Zusammenhang mit dem Smartphone erleben. Darüberhinaus offenbaren die rekonstruierten Zuschreibungen auch spezifisch kindliche Sichten auf Gesellschaft und deren Wandel. Insgesamt eröffnen sich so facettenreiche und differenzierte Einsichten in kindliche Perspektiven auf Smartphones und das Aufwachsen in der Mediengesellschaft, die anschaulich vermittelt und in ihrer sozialen Fundierung reflektiert und verstehbar gemacht werden.
 

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG


2. FORSCHUNGSSTAND


3. THEORETISCHE FORSCHUNGSPERSPEKTIVE: KINDER ALS KOMPETENT HANDELNDE UND SMARTPHONES ALS KONSTITUTIVE ELEMENTE DES SOZIALEN


3.1. ÜBERGEORDNETE ANSÄTZE
3.1.1. New Sociological Childhood Studie
3.1.2. Pragmatistische Technik- und Sozialtheori
3.1.3. Wissenssoziologische Verortung, Milieukonzept und weitere

3.2. GEGENSTANDSTHEORETISCHE ANSÄTZE
3.2.1. Domestication, Social Constraints und elterliche Mediation
3.2.2. Soziale Kohäsion, reziproke Erwartungen und Emanzipation
3.2.3. Emotionen, Sucht- vs. Emanzipationsperspektive und weitere


4. METHODISCHES VORGEHEN: GRUPPENDISKUSSIONEN UND DOKUMENTARISCHE METHODE ZUR REKONSTRUKTION KOLLEKTIVER BEDEUTUNGSZUSCHREIBUNGEN

4.1. DATENERHEBUNG
4.1.1. Feldzugang und Sample
4.1.2. Gruppendiskussionen
4.1.3. Weitere Erhebungen
4.1.4. Transkription und Beobachtungsprotokolle

4.2. DATENAUSWERTUNG
4.2.1. Die Dokumentarische Methode: Grundprinzipien
4.2.2. Die Schritte der Interpretation

4.3. QUALITÄTSSTANDARDS UND REFLEXION DER EIGENEN ROLLE


5. EMPIRIE: SMARTPHONES ALS BEDEUTUNGSTRÄGER FÜR ELTERNWAHRNEHMUNG, AUTONOMIE, SOZIALE TEILHABE UND DEN ENTWURF VON GESELLSCHAFTSDIAGNOSEN

5.1. DIE FÄLLE IN DER ÜBERSICHT
5.1.1. Gruppe „Langeweile“ – „Wer auf dem Handy kein gratis Internet hat, ist tot!“
5.1.2. Gruppe „Fortnite“ – „Eine Altersvorgabe ist ja nur ein Tipp.“
5.1.3. Gruppe „Youtube“ – „Es ist egal wie viele ‚Likes’ man hat, es geht um Sicherheit!“
5.1.4. Zusammenfassungen der Gruppen „Neuheit“, „Coolness“ und „Klassenchat“

5.2. KOMPARATIVE ANALYSE: BEDEUTUNGSDIMENSIONEN UND ORIENTIERUNGSTYPIKEN
5.2.1. Das Smartphone und die kindliche Wahrnehmung der Eltern
5.2.2. Das Smartphone und die Autonomie
5.2.3. Das Smartphone und die soziale Teilhabe
5.2.4. Das Smartphone und die kindliche Sicht auf Gesellschaft und deren Wandel


6. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBEMERKUNGEN


7. LITERATUR


8. ANHANG