"Ein bisschen wählen dürfen..."
Jugend - Politik - Fernsehen
Bernd Schorb / Helga Theunert (Hrsg.)
"Ein bisschen wählen dürfen ..." - so formuliert eine 13-Jährige ihre Erwartungen
an die Politik. Sie drückt damit den Wunsch nach Partizipation am politischen
Leben ebenso aus wie die Ahnung, dass Jugendliche hierfür wenig Raum haben.
Eine Demokratie lebt von der Aktivität ihrer Mitglieder, und die Bereitschaft
zu politischem Denken und Handeln wird in der Kindheit und der Jugend grundgelegt.
Neben Elternhaus und Schule kommt den Medien, allen voran dem Fernsehen,
hierbei besondere Bedeutung zu.
Welches Verständnis haben Jugendliche von Politik? Wo sehen sie sich selbst
im gesellschaftlichen Leben? Was ist in ihren Augen wichtige Fernsehinformation?
Wie nutzen und wie verwerten sie Informationssendungen? Diese Fragen wurden
in einer Studie für die Altersgruppe 12- bis 17-jähriger Jugendlicher aus
Ost- und Westdeutschland untersucht. Die Ergebnisse verweisen darauf, dass
politische Bildung eine wichtige Aufgabe für alle Bildungseinrichtungen
sein muss, will man den Jugendlichen die Fähigkeit vermitteln, aus dem Fernsehen
relevante Informationen herauszufiltern und ihre zukünftige Aufgabe als
demokratische Staatsbürger wahrzunehmen.