eLearning

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Wie E-Learning entsteht

Untersuchung zum Wissen und Können im Beruf Medienautor/in

Schriftenreihe eLearning
Band 3, München 2007, 287 Seiten
ISBN 978-3-86736-023-4
18,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Im neu entstehenden Berufsfeld Medienautor/in werden Lerninhalte für internetbasierte und multimediale Technologien aufbereitet. Diese anspruchsvolle Aufgabe der Lernsoftwaregestaltung verlangt gut ausgebildete Spezialistinnen und Spezialisten, denn einer der Faktoren zur Qualitätssteigerung solcher Produkte ist die Qualifikation und die Professionalität der an der Konzeption beteiligten Personen.

Was müssen diese Personen also zur Ausübung ihres Berufes wissen und können? Die Forderungen nach Ideenreichtum, didaktischer Phantasie, technischer und dramaturgischer Kompetenz sind Allgemeinplätze.

Was passiert tatsächlich beim Erstellen von E-Learning? Wie gelangen die Autorinnen und Autoren zu Ideen und innovativen Umsetzungen? Was müssen sie tatsächlich wissen und können, um ihrer Aufgabe erfolgreich nachgehen zu können, wie bewältigen sie die komplexen Anforderungen kreative und innovative didaktische Mehrwerte zu erfinden?

In der ersten empirischen Untersuchung zur alltäglichen Praxis im Berufsfeld Medienautor/in untersucht Robert Gücker dieses tatsächliche Wissen und Können und gliedert die Kompetenzen bei der Erstellung von E-Learning innerhalb einer Wissensebene (was muss man wissen?), einer Handlungsebene (wie werden die Ideen gefunden?) und einer Beziehungsebene (welche Bedingungen entscheiden wie über Erfolg oder Misserfolg?). Die Analyse von Handlungsfehlern und Empfehlungen zur Professionalisierung des Berufes schlieÃźen die Arbeit ab.
 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Persönliche Ausgangslage
1.2 Forschungsinteresse
1.3 Annäherung an das Forschungsfeld: Wissen und Handeln
1.4 Ziele der Untersuchung
1.5 Gang der weiteren Darstellung


2. E-Learning als Praxisfeld

2.1 Prägende Elemente der aktuellen Situation
2.1.1 Geschichtliche Entwicklung und momentane Trends
2.1.2 Das virtuelle Versprechen – Hoffnungen und Erwartungen
2.1.3 Heutige Situation
2.1.4 Nachhaltigkeit
2.2 Arbeitsbedingungen der Autoren
2.2.1 Formen des E-Learning - Einschränkung der Betrachtung
2.2.2 Arbeitsfelder und -situationen der Autoren
2.3 Entwicklung von Lernsoftware
2.3.1 Projektmanagement
2.3.2 Konzeption
2.3.3 Der Autor im Projektteam


3. Didaktische Transformation

3.1 Didaktisches Handeln
3.2 Ziel des Handelns: Bildung/Qualifikation
3.3 Beiträge aus der allgemeinen Didaktik
3.4 Beiträge aus der Mediendidaktik
3.5 Didaktisches Design im E-Learning


4. Handeln und Lernen

4.1 Standpunkt der ersten Person
4.2 Subjekt und Begründungsdiskurs
4.3 Handeln vom Subjektstandpunkt
4.4 Lernen
4.4.1 Alltagsverständnis
4.4.2 Lernen vom Subjektstandpunkt
4.5 Telematische Lernkultur


5. Bewältigung von Arbeitsaufgaben

5.1 Wissen und Können
5.1.1 Zweckrationale Erklärungsansätze
5.1.2 Subjektivierende Erklärungsansätze
5.2 Arbeitsprozesswissen
5.2.1 Erfahrung
5.2.2 Arbeitsaufgabe und Arbeitsprozess
5.3 Wissensbestandteile des Arbeitsprozesswissens
5.3.1 Implizites Wissen
5.3.2 Von der Notwendigkeit des expliziten Wissens
5.3.3 Nicht-Wissen


6. Methode

6.1 Rolle des Vorwissens
6.1.1 Heuristischer Rahmen
6.1.2 Standpunkt
6.2 Methodologische Annäherungen
6.3 Kennzeichen des qualitativen Paradigmas
6.4 Gütekriterien qualitativer Forschung
6.4.1 Umgang mit Kriterien aus der quantitativen Forschung
6.4.2 Kernkriterien der qualitativen Forschung
6.5 Das Konzept der Grounded Theory
6.5.1 Die Grounded Theory im Ãśberblick
6.5.2 Die Grounded Theory nach Strauss und Corbin
6.6 Forschungsprozess der Grounded Theory
6.6.1 Analytischer Mikrozyklus
6.6.2 Forschungsprozess: Kodieren
6.6.3 Forschungsprozess: Sampling
6.7 Methodenpraxis
6.7.1 Erhebungs- und Auswertungsmethoden
6.7.2 Erhebungsdurchführung und-kontext
6.7.3 Datenmanagement
6.8 Leitfäden


7. Wissen und Handeln der Autoren

7.1 Kernkategorie: Erfolgreiche Berufstätigkeit
7.2 Wissensebene: Koordination von Anspruch und Wirklichkeit
7.2.1 Wissen für Berufstätigkeit
7.2.2 Berufsauffassung
7.2.3 Produktauffassung
7.2.4 Wissen zu Lernen
7.3 Handlungsebene: Gedeckelte Kreativität
7.3.1 Wissen zu Zielgruppe aneignen
7.3.2 Rahmen erfragen
7.3.3 Entscheidungen treffen
7.3.4 Inhalte erarbeiten
7.3.5 Drehbuch schreiben
7.4 Beziehungsebene: Visionäre unter Zeitdruck und Erklärungsnot
7.4.1 Produktionsablauf
7.4.2 Interaktion mit dem Auftraggeber
7.4.3 Arbeitssituation des Autors
7.5 Lernerperspektive: Das tatsächliche Lernen der Zielgruppe
7.5.1 Voraussetzungen und Einstellungen
7.5.2 Lernkultur
7.5.3 Lernhandeln


8. Problematisierungen und Ausblick

8.1 Problemfelder
8.1.1 Intuition und explizites Wissen
8.1.2 Einzelfallbetrachtung und Zielgruppenbetrachtung
8.1.3 Die genannte und die eigentliche Zielgruppe
8.1.4 Produktorientierung oder Beziehungsarbeit
8.1.5 Entscheidung und Begründung liegen in einer Person
8.1.6 Teamarbeit und seinen eigenen Anteil haben
8.2 Ausblick: Professionalisierungsperspektiven
8.2.1 Produktionskultur
8.2.2 Produktionskompetenz
8.2.3 Antizipatorisches und flexibles Lernangebot


9. Literatur