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Könnenwollen

Überlegungen zur Entwicklung bildnerischer Fähigkeiten

Band 20, München 2026, 208 Seiten
ISBN 978-3-96848-218-7
19,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Warum entwickeln manche Kinder und Jugendliche eine außergewöhnliche Leidenschaft für das künstlerische Gestalten? Weshalb üben sie freiwillig, suchen immer neue Herausforderungen und erweitern ihr bildnerisches Können mit bemerkenswerter Ausdauer?
Die Autorin setzt sich kritisch mit dem traditionellen Begabungsbegriff auseinander und zeigt dessen Grenzen für die Erklärung künstlerischer Entwicklungsprozesse auf. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, wer begabt ist, sondern wie gestalterisches Können entsteht und unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entfalten. Auf der Grundlage kunstpädagogischer, bildungsphilosophischer und entwicklungspsychologischer Ansätze sowie einer empirischen Untersuchung mit künstlerisch engagierten Kindern und Jugendlichen entwickelt die Arbeit ein prozesshaftes Verständnis künstlerischer Entwicklung.
Mit dem Konzept des Könnenwollens wird ein Perspektivwechsel vorgeschlagen. Der Begriff beschreibt den inneren Antrieb, das eigene Können durch Interesse, Übung, Reflexion und die tätige Auseinandersetzung mit der Welt beharrlich weiterzuentwickeln. Im Vordergrund steht die Frage nach den Bedingungen gelingender Bildungsprozesse.
 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Untersuchungsrahmen und Erkenntnisinteresse

A Theorie

1 Eröffnung des Forschungsfeldes
1.1 Warum der Begabungsbegriff als Erklärung nicht ausreicht
1.2 Besondere Fähigkeiten als gesellschaftlicher Deutungsrahmen
1.3 Bildungschancen: Soziale Ungleichheit und der Beitrag des Kindes
1.4 Modelle zur Erklärung besonderer Leistungen und Entwicklungen
1.5 Diagnose und Förderung bildnerischer Potenziale
1.6 Selbstkonzept und Anstrengungsbereitschaft
1.7 Resümee: Bildungsprozesse

2 Künstlerische Entwicklung als Zusammenspiel von Wahrnehmen, Wollen und Können
2.1 Ich sehe und denke künstlerisch
2.2 Ich will! Künstlerisches Interesse als treibende Kraft
2.3 Ich habe etwas zu sagen. Vom Kommunikationspotenzial der Kunst
2.4 Ich und Du – Von Umwelteinflüssen und Prägungen
2.5 Ich entwickle meine Fähigkeiten
2.6 Ich will mehr! Der Schulunterricht reicht nicht aus
2.7 Resümee: Künstlerische Entwicklung jenseits statischer Zuschreibungen

3 Eine Vielzahl von Einflüssen
3.1 Der eigene Blick. Selbstaussagen von Künstler*innen
3.2 Resümee: Biografische Einsichten in künstlerische Entwicklungsprozesse

4 Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse


B Empirie

5 Feldstudie
5.1 Rahmenbedingungen und Konzeption der vorliegenden Studie
5.1.1 Methodologische Begründungen
5.1.2 Forschungsmethodische Einordnung
5.1.3 Institutionelle und anthropologische Voraussetzungen
5.1.4 Vorverständnis
5.2 Deskription des Forschungsdesigns
5.2.1 Genese der Leitfadeninterviews
5.2.2 Datenaufbereitung
5.2.3 Kategoriendefinition und Codierung
5.2.4 Paraphrasierung
5.2.5 Methodendiskussion

6 Datenauswertung
6.1 Erste Ebene: Topik
6.1.1 Kategorie: Können
6.1.2 Kategorie: Lernen
6.1.3 Kategorie: Handwerk
6.1.4 Kategorie: Resonanz
6.1.5 Kategorie: Interesse
6.1.6 Kategorie: Begeisterung
6.1.7 Kategorie: Flow
6.1.8 Kategorie: Originalität, Phantasie, Inspiration
6.1.9 Kategorie: Temperament
6.1.10 Kategorie: Kunstunterricht in der Schule
6.2 Zweite Ebene: Thematische Bündelung
6.2.1 Fachliche Besonderheiten
6.2.1.1 Aspekt: Kooperatives Lernen, individueller Lernfortschritt
6.2.1.2 Aspekt: Veränderungen des Selbstkonzepts durch Vergleiche
6.2.1.3 Aspekt: Suchbewegungen
6.2.1.3 Aspekt: Erwartungshaltung
6.2.1.4 Aspekt: Bedeutung des Inhalts
6.2.1.5 Aspekt: Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis
6.2.1.6 Aspekt: Korrelation zwischen Übung und Können
6.2.1.7 Aspekt: Übungswille und Berufswunsch
6.2.1.8 Aspekt: Feststellung des eigenen Nicht-Könnens
6.2.1.9 Aspekt: Gattungsspezifische Könnensstrukturen
6.2.1.10 Aspekt: Vorstellungs- u. Darstellungsvermögen
6.2.1.11 Aspekt: Bedeutsamkeit des Temperaments
6.2.1.12 Aspekt: Korrelation Freude, Flow und Fähigkeiten
6.2.1.13 Aspekt: Regelbefolgungen und Abwandlungen
6.2.2 Weitere Besonderheiten
6.2.2.1 Aspekt: Kunst und körperliche Anomalität
6.2.2.2 Aspekt: Auffälligkeiten in Bezug auf die Schule 153
6.2.2.3 Aspekt: Professionalisierung der Lehrkräfte


C) Synthese

7 Zusammenfassende Diskussion
7.1 Ideen zur Aufklärung des Phänomens „Begabung“
7.2 Implementierung des Könnenwollen-Begriffs
7.4 Gelingensbedingungen bildnerischer Entwicklung: Umwelteinflüsse
7.5 Resümee

8 Ausblick
8.1 Allgemeine kunstpädagogische Folgerungen
8.2 Kunstpädagogische Folgerungen für die Schule und Hochschule
8.3 Desiderate der Forschung und Ausblick

9 Nachweise und Verzeichnisse
Literatur
Abbildungen und Tabellen
Abbildungsnachweise
Danksagung