Medien-, Kultur- und Bildungsarbeit / Film/Video

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Spiel-Film-Sprache

Grundlagen und Methoden für die film- und theaterpädagogische Sprachförderung im Bereich DaZ/DaF

München 2017, 350 Seiten mit zahlr. farb. Abb.
ISBN 978-3-86736-387-7
22,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Schauspielen und Kameraführung. Absprachen am Set, sich behaupten und Ideen verteidigen. Geschichten erfinden und Ergebnisse präsentieren. Wenn Jugendliche zusammen einen Film drehen, gibt es viel Gesprächspotential. Die Fremdsprache ist dabei vor allem Mittel zum Zweck. Sie wird ganz selbstverständlich gesprochen, geflüstert und manchmal geschrien. Die Sprachaufmerksamkeit konzentriert sich auf das Wesentliche: verstehen und verstanden werden.

Sprachliche Hemmungen oder die Befürchtung etwas falsch zu sagen, rücken in den Hintergrund. Wortschatzarbeit und die Vermittlung von Sprachroutinen stellen die Kommunikation sicher. Schauspielübungen fördern zudem den Körperausdruck und schaffen das nötige Selbstbewusstsein, um frei und situationsbezogen zu sprechen.

Das Praxishandbuch hält aktivierende und kreative Übungsreihen für die film- und theaterpädagogische Sprachförderung bereit. Sie sind praxiserprobt und auf den Einsatz im DaF/DaZ-Unterricht oder in der außerschulischen Sprachvermittlungsarbeit zugeschnitten. Hilfreiche film- und theaterpädagogische sowie sprachdidaktische Hintergrundinformationen runden den Band ab.

Auf der Website zum Buch www.sprachfoerderung.eu werden didaktische Materialien, Beispielvideos und ergänzende Übungen angeboten. Zudem werden technische Empfehlungen für die Filmarbeit regelmäßig aktualisiert.

Das hier vorgestellte Buch bietet zahlreiche Anregungen und Ideen für die Gestaltung von Lehreinheiten im Bereich DaZ/DaF mit Hilfe praxisorientierter, film- und theaterpädagogischer Methoden. Außerdem erhält der Leser einen Überblick über die Grundlagen von Sprachförderung. In den jeweiligen Kapiteln wird auf entsprechende Übungen verwiesen, die das Gelesene praktisch anwendbar machen. Die Umsetzung ist dabei sehr variabel, was es möglich macht, den unterschiedlichen Wissensstand und die verschiedenen Interessen der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.
Besonders relevante Inhalte sind optisch hervorgehoben und die verschiedenen Methoden durch zahlreiche Bilder unterstützt. Zusammen mit der Verwendung unterschiedlicher Schrift- und Hintergrundfarben sowie Titel-Stile mag das zu Beginn unruhig erscheinen, steht aber im Einklang mit dem Ansatz, Sprache mithilfe neuer Medien anders erfahrbar zu machen.
Das Buch in Ergänzung mit der dazugehörigen Website, vermittelt dem Leser wertvolle Ideen, Kinder und Jugendliche spielerisch an die Sprachpraxis heranzuführen und ihr Lernen mitzugestalten.

Kathrin von Hammerstein, socialnet.de

Spiel-Film-Sprache ist ein vielseitiges Praxisbuch, das anleitet, Sprachunterricht mit erprobten Erkenntnissen und Werkzeugen aus der Film- und Theaterpädagogik zu gestalten. Von Holdorf und Maurer herausgegeben, fasst es die Ergebnisse des seit 2011 jährlich durchgeführten Sommerprojekts ,Film-Sprache-Begegnung‘ für Jugendliche aus Deutschland, Serbien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien zusammen. [...]
Spiel-Film-Sprache bietet ein Handwerkzeug, das von einem Kernaspekt darstellender Kunst profitiert, nämlich zu verstehen und verstanden zu werden. Die Website ergänzt das Praxisbuch und bietet einen multimedialen Einblick in die film- und theaterpädagogische Sprachförderung im Bereich Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache.

Rafael Bienia (Aschaffenburg), MEDIENwissenschaft 04/2018
 

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Praxishandbuch

2. Der film- und theaterpädagogische Sprachförder-Ansatz


Teil 1: Grundlagen

3. «Mit den Augen hören und mit dem Körper sprechen» –
Grundlagen zur Sprachförderung DaZ/DaF

4. «Wir setzen alles aufs Spiel» – Grundlagen der Filmschauspielpädagogik

5. «Filme lesen und schreiben!» – Grundlagen der Filmgestaltung


Teil 2: Praxis

6. «Kamera läuft! Und Bitte!»

7. Übungsreihen für die Sprachförderpraxis

I: «Ich kann sein, wer immer ich will!»

II: «Erste Schritte zum eigenen Film

III: «Größe zeigen und klein beigeben

IV: «Eine starke Figur erzählt Geschichten»

V: «Nur gemeinsam schaffen wir das!»

VI: «Wörter sehen hören lesen»

8. Filmproduktion und Sprachförderung mit Smartphones und Tablets

9. Abschluss und Ausblick

10. Literatur und Quellenverzeichnis

11. Autor*innen