fraMediale

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Wi(e)derstände

Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen

Schriftenreihe fraMediale
München 2016, 240 Seiten
ISBN 978-3-86736-352-5
16,80 EUR
inkl. gesetzl. MWSt - ggfs. zzgl. Porto und Versand
 

Produktbeschreibung

Wandel vollzieht sich selten ohne Widerstand. Veränderungsprozesse stoßen zum einen auf äußere – strukturelle und organisatorische – Hürden, wenn das „Neue“ auf einen noch inadäquaten äußeren Rahmen trifft. Zum anderen trifft Wandel auf (innere) Widerstände der beteiligten Akteurinnen und Akteure.

Obgleich die „Digitalisierung“ in unsere Lebens- und Arbeitswelten schon Einzug hielt und Medienbildung in einer digital vernetzten Welt als unbestrittener Schlüssel der Zukunftsfähigkeit aller Menschen gilt, stößt der digitale Wandel gerade in formalen und non-formalen Bildungskontexten auf organisatorische Hürden und innere Widerstände. Neben technischen oder strukturellen Hemmnissen verhinderten bisher vor allem tradierte Ressentiments den „neuen Medien“ gegenüber das Lernen mit und über Medien in Schule, Hochschule und außerschulischen Kontexten; Bildungsinstitutionen bleiben dabei ihren traditionsreichen Strukturen verhaftet, die digitale Medien häufig ausschließen.

Nicht zufällig konnotiert die Wortkreation Wi(e)derstände die bereits benannten Widerstände mit etwas Wiederkehrendem – etwas Redundantem. Technik, die in Bildungseinrichtungen zum Einsatz kommt oder kommen könnte, entwickelt sich zwar stetig weiter, doch die Bedenken ihr gegenüber scheinen sich zu wiederholen.
Welche äußeren, organisatorischen Hürden, welche institutionellen Hemmnisse und welche inneren Widerstände gibt es? Welche hiervon kennen wir bereits aus anderen Kontexten? Am Anfang steht die Identifizierung und Analyse von Widerständen. Ohm‘sche Widerstände – wie auf dem Cover – verfügen oft über Farbcodes, die ihren Widerstandswert kennzeichnen.

Organisatorische, institutionelle und innere Widerstände sind dagegen selten sichtbar und verständlich gekennzeichnet. Der vorliegende Band möchte daher einen Beitrag zur Sichtbarmachung und Analyse wiederkehrender Hürden und Widerstände innerhalb der Medienbildungsentwicklung in formalen und non-formalen Bildungskontexten leisten.

Der fünfte Band der fraMediale-Reihe basiert auf Beiträgen zur Frankfurter Fachtagung und Medienmesse fraMediale vom 16. September 2015. Die fraMediale fungiert seit sieben Jahren als bundesweite Plattform zur Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren der Medienbildung, sie schlägt damit Brücken zwischen medienpädagogischer Forschung und der Medienbildungspraxis in Schulen und Hochschulen. Veranstaltet wird sie vom Team des FTzM der Frankfurt UAS in Kooperation mit der GMK sowie der Initiative KBoM.
 

Inhaltsverzeichnis

THOMAS KNAUS, OLGA ENGEL Wandel – Widerstand – Wiederkehr


Strukturelle und habituelle Widerstände

HORST NIESYTO
Keine Bildung ohne Medien!
Kritische Medienbildung jenseits funktionalisierender Vereinnahmung

SVEN KOMMER
Buch statt Tablet-PC
Warum die digitalen Medien nicht in die Schule kommen – der Faktor LehrerIn

HORST SULEWSKI
Konzept gelungen – und die Praxis?
Entwicklung der schulischen Medienbildung nach der KMK-Erklärung von 2012

WOLFGANG B. RUGE Medienpädagogik ist Widerstand
Anmerkung zur impliziten Politik medienerzieherischer Begründungen


Digitale Medien und Professionelles Handeln

CHRISTIAN HELBIG Medienbezogene Handlungskompetenzen in der Sozialen Arbeit

MICHAEL STILLER, HANNAH BOLZ Die Verankerung der Medienpädagogik in der universitären Lehrerbildung
Der Auf- und Ausbau des Erweiterungsstudiengangs Medienpädagogik

ULRIKE WAGNER, SEBASTIAN RING Organisierte Wildnis
Kooperation von außerschulischer und schulischer Medienpädagogik


Widerstände in der Medienbildungspraxis

THOMAS KNAUS, KATRIN VALENTIN
Video-Tutorials in der Hochschullehre
Hürden, Widerstände und Potentiale

KLAUS QUIBELDEY-CIRKEL Lernwiderstände sichtbar machen mit dem Audience Response System ARSnova

CHRISTOF SCHREIBER, REBECCA KLOSE
Widerstände für den mathematischen Lernprozess nutzen

MARIANNE FEHN
Padlet, Quizlet und Co.
Kommunikative Kompetenzförderung mit Hilfe von Applikationen in der Oberstufe